10.02.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Krieg für die Industrie

Mehr Geld für neue Waffensysteme: Leumi-Bank prognostiziert nach Libanon-Feldzug Milliardenaufträge für Israels Rüstungsschmieden

Shraga Elam
Eine neue Studie der israelischen Bank Leumi kommt zum Schluß, daß sich der Libanon-Krieg vom letzten Sommer kurz- und mittelfristig positiv auf die einheimische Militärindustrie auswirken werde. Diese Feststellung scheint auf den ersten Blick fast banal zu sein, könnte aber eine zusätzliche Erklärung dafür liefern, warum die israelische Führung seinerzeit so heftig auf die Entführung zweier Soldaten durch die libanesische Hisbollah reagierte. Dies, obwohl klar war, daß die Freilassung der Gefangenen auf solche Weise nicht zu erwirken ist.

Hält man sich vor Augen, daß der größte Munitionsproduzent, das staatseigene Unternehmen »Israel Military Industries« (IMI), in großen Schwierigkeiten steckt und die israelische Armee enorm viel fehlerhafte Munition mit schwerwiegenden Folgen im Libanon einsetzte, bekommt die folgende Feststellung in der Studie große Bedeutung: Die Armee muß nun die unmäßig eingesetzte Munition sowie das abgenutzte bzw. zerstörte Kriegs...

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