27.01.2007 / Ausland / Seite 7

»Tot oder lebendig«

Bush verschärft Konfrontationskurs gegen Teheran und ordnet Verfolgung »iranischer Agenten« an. Militärische Eskalation angestrebt

Knut Mellenthin
Die US- Besatzungstruppen im Irak sollen »iranische Agenten töten oder gefangennehmen«. Einen entsprechenden Befehl hat Präsident George W. Bush im Herbst 2006 während eines Treffens mit hochrangigen Beratern erteilt. Das meldete die Washington Post am Freitag unter Berufung auf nicht namentlich genannte Regierungsbeamte.

Schon vor diesem Zeitpunkt, so das Blatt, hätten die US-Streitkräfte im Irak ohne Information der Öffentlichkeit »Dutzende« von »verdächtigen« Iranern festgenommen. In der Regel seien sie drei bis vier Tage festgehalten und umfassend »erkennungsdienstlich behandelt worden«. Anschließend seien sie freigelassen worden. Im Sommer vorigen Jahres habe sich jedoch im Beraterkreis von Bush die Ansicht durchgesetzt, daß ein »aggressiveres Vorgehen« nötig sei. Begründet worden sei das mit dem »wachsenden regionalen Einfluß Irans« und mit der Einschätzung, daß die amerikanische Strategie, Iran zu isoliere...

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