20.01.2007 / Thema / Seite 1

»Philosemitismus ist eine Art umgekehrter Antisemitismus«

Gespräch mit Edgar Hilsenrath. Über Fiktion und Realität, seinen neuen Roman »Berlin ... Endstation«, seinen persönlichen Alptraum Amerika und Satiren

Matthias Reichelt
Edgar Hilsenrath wurde 1926 in Leipzig als zweiter Sohn jüdischer Eltern geboren und überlebte die Shoah in der Ukraine. Nach wenigen Jahren in Palästina und Frankreich folgte er seinen Eltern ins Exil in die USA, wo er in New York (Foto oben) lebte. Seit 1975 wohnt Hilsenrath in Berlin-Friedenau. 1977 gelang ihm der Durchbruch mit »Der Nazi und der Friseur«. Kürzlich sind sein neuester Roman »Berlin... Endstation« sowie eine von Helmut Braun verfaßte Biografie im Berliner Dittrich Verlag erschienen.

Auch in Ihrem neuen Roman »Berlin ... Endstation« zeigen sich viele Parallelen zu Ihrem Leben. Trotzdem lehnen Sie das Attribut autobiographisch ab. Wieviel von Ihnen steckt in den Figuren?

Also, immer halb und halb. Die Romane sind nicht autobiographisch, obwohl ein Buch den Untertitel autobiographischer Roman trägt, der »Ruben Jablonski«. Alle anderen sind teilweise mit meinem Leben verbunden, aber anderes ist Fiktion.

In »Berlin ... Endstation...

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