05.01.2007 / Ausland / Seite 8

»Heute kehren viele Familien zurück zu den Zapatisten«

Mexikanische Rebellen erreichen trotz anhaltender Armut soziale und politische Fortschritte und gewinnen an Stärke. Gespräch mit Gloria Muñoz

Luz Kerkeling, Chiapas/Mexiko
Gloria Muñoz ist mexikanische Journalistin, Buchautorin und Mitherausgeberin der prozapatistischen Zeitschrift Rebeldía. Sie hat seit über acht Jahren intensiven Kontakt zu den zapatistischen Gemeinden, die sich 1994 mit der Forderung »Land und Freiheit« erhoben haben

Vor über drei Jahren, im August 2003, hat die Zapatistische Armee zur Nationalen Befreiung (EZLN) begonnen, vor allem in die Entwicklung der Gemeinden in Chiapas zu investieren. Was ist seither geschehen?

Damals wurden im Aufstandsgebiet fünf »Räte der guten Regierung« eingeweiht. Diese Räte werden von Männern und Frauen aus den zivilen Gemeinden gebildet, die die EZLN unterstützen. Wichtig ist vor allem die Selbstverwaltung. Die Gemeinden kümmern sich um die Kommunikation nach außen, um soziale und kulturelle Projekte und um die Vermittlung bei Konflikten. Sie sollen außerdem dazu beitragen, daß der Entwicklungsstand der Dörfer angeglichen wird. Wichtig ist, daß die Funktionsträge...

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