02.01.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Mit aufrechtem Gang

Leben und Tod des rechtmäßigen irakischen Präsidenten Saddam Hussein

Werner Pirker
In Saddam Husseins Biographie widerspiegeln sich Aufstieg und Niedergang des arabischen Nationalismus. 1937 in Tikrit als Sohn einer armen Bauernfamilie geboren, wuchs Saddam bereits in jungen Jahren zu einem leidenschaftlichen Anhänger der Idee einer vereinten arabischen Nation. 1957 trat er der Partei der arabischen sozialistischen Wiedergeburt (Baath) bei. Zwei Jahre später wurde er, damals noch Student, in deren Führungsgremium gewählt.

Bürgerliche Revolution

Die Baath-Partei war 1943 von arabisch-christlichen Intellektuellen Syriens und des Libanon gegründet worden und folgte einer säkular-nationalistischen Ideologie, der auch Elemente der sozialen Emanzipation innewohnten. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann sich die Partei, die im Syrer Michel Aflaq ihren herausragenden Theoretiker hatte, an der Sowjetunion zu orientieren und auf den Sozialismus als das einzig zukunftsträchtige Modell der nationalen Entwicklung einzuschwören. Indem sie die Idee einer...

Artikel-Länge: 4880 Zeichen

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