22.12.2006 / Titel / Seite 1

Nach Weihnachten Krieg

Deutsche Beteiligung am Afghanistan-Feldzug der NATO soll verstärkt werden. Bundesregierung will Marder-Schützenpanzer und Tornado-Kampfflugzeuge schicken

Knut Mellenthin
Medienwirksam wird Verteidigungsminister Franz Josef Jung heute die Rückkehr der letzten deutschen Soldaten aus dem Kongo zelebrieren und damit seine im Sommer gegebenen Zusage einhalten, sie seien bis Weihnachten wieder bei ihren Familien. Dafür will die Bundesregierung gleich nach den Feiertagen ihre Beteiligung am NATO-Krieg in Afghanistan entscheidend ausweiten. Die in Nordafghanistan stationierten Bundeswehreinheiten sollen so rasch als möglich mit schweren Schützenpanzern vom Typ Marder aufgerüstet werden. Zudem ist die Stationierung von sechs RECCE-Tornado-Aufklärungsflugzeugen in Kabul oder im nord­afghanischen Bundeswehrstützpunkt Masar-i-Scharif geplant. Sie sollen von dort aus im Frühjahr über den Aufstandsgebieten in Südafghanistan operieren.

Wie der Spiegel in seiner heute erscheinenden Ausgabe berichtet, hat der stellvertretende NATO-Oberbefehlshaber John Reith die Flugzeuge schriftlich angefordert. Das Hamburger Magazin will vor...

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