21.12.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

Das blaue Leuchten von Polonium

Litwinenko wurde vielleicht gar nicht vergiftet, und auf jeden Fall nicht am 1. November

Jürgen Elsässer
Am Abend des 1. November fühlte sich der Ex-Agent Litwinenko übel und mußte in ein Londoner Krankenhaus. Daraus haben die Medien bisher zumeist geschlossen, daß er am selben Tag auch vergiftet worden sein muß. Der Verdacht fiel auf zwei Treffen mit zwielichtigen Figuren, zum einen an der Bar des Millenium Hotels und zum anderen im Sushi Restaurant Itsu. In beiden Lokalen wurden auch Spuren des Giftes Polonium gefunden, das den Russen nach über dreiwöchigem Todeskampf umgebracht hat.

Doch zumindest ein Faktum spricht gegen den Termin 1. November: Dimitri Kowtun, einer der zwielichtigen Gesprächspartner, schleppte Poloniumspuren auch nach Hamburg und in ein Dorf in Schleswig-Holstein, wo seine frühere Frau beziehungsweise deren Mutter wohnen. Dies geschah jedoch bereits Ende Oktober. Die Art der Spuren, die Kowtun hinterlassen hat, deutet darauf hin, daß er die radoaktive Substanz bereits im Körper hatte und über Transpiration ausschied: Deswegen konnte auf ...

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