21.12.2006 / Ausland / Seite 6

Bush will den Sieg doch erzwingen

US-Präsident und Demokraten einig über Aufstockung der Besatzungstruppen in Irak

Rainer Rupp
Zum ersten Mal seit Beginn des Krieges hat US-Präsident George W. Bush am Mittwoch ernsthafte Schwierigkeiten in Irak eingeräumt. »Wir gewinnen nicht«, gestand Bush in der US-Tageszeitung Washington Post ein, um nachzuschieben: »Wir verlieren aber auch nicht«. Immerhin: Das Eingeständnis bricht mit der bisherigen Siegespropaganda.

Der wiedererlangte Realitätssinn dürfte mit dem sogenannten Baker-Bericht ebenso zu tun haben wie mit der Tatsache, daß sein neuer Verteidigungsminister Robert Gates kürzlich bei seiner Anhörung im Kongreß die These eines Sieges in Irak ganz nebenbei entkräftet hatte. In der Washington Post machte Bush dann auch noch eine zweite Kehrtwende, indem er sich für eine bisher von ihm abgelehnte Erhöhung der Mannschaftsstärke der US-Armee um 70000 Mann aussprach. Der Stabschef der US-Armee, General Peter Schoomaker, hatte letzte Woche vor dem US-Kongreß gewarnt, daß die Landstreitkräfte wegen Irak und Afghanistan »zerbrechen...

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