10.11.2006 / Feminismus / Seite 15

»Vereint gegen die Besatzung«

Im Kampf für ein unabhängiges Palästina sind laizistische und religiöse Frauen im Gazastreifen vereint. Ein Gespräch mit der palästinensischen Feministin Naila Ayesh

Nayla Ayesh ist Leiterin des Women’s Affairs Center von Gaza. Ihr politisches Credo: Der »nationalistische Kampf« müsse »durch den Kampf um soziale und politische Gleichheit vervollständigt werden«. Sie war bereits mehrfach aus politischen Gründen in Israel inhaftiert.

Am 3.November 2006 eröffneten israelische Besatzungssoldaten das Feuer auf eine unbewaffnete Frauendemonstration in der Stadt Beit Hanun im Gazastreifen. Es gab mehrere Tote und zahlreiche Verletzte. Die Frauen hatten sich mit palästinensischen Kämpfern solidarisiert, die sich – von israelischen Soldaten umzingelt – in einer Moschee verschanzt hatten.

Was bedeutet es, daß die Frauen von Beit Hanun das »menschliche Schutzschild« abgaben und so denjenigen zur Flucht verhalfen, die sich in der Moschee verborgen hatten?

Das ist ein Punkt, über den man Klarheit schaffen muß. Wenn man von menschlichen Schutzschilden spricht, dürfen wir nicht an Personen denken, die den feindlichen Gewehren ihre Br...

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