03.11.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

Ein Herz für Israel

Eine Nahost-Konferenz der Linksfraktion und erste Forderungen nach einer Kurskorrektur. Aus dem Berliner Landesverband wird die »Lobhudelei für Hisbollah« kritisiert

Jürgen Elsässer
Ein Orkan ist es noch nicht, der gegen die auf Ausgleich bedachte Nahostpolitik der Linken entfacht wird, aber der Gegenwind frischt auf. »Die Linkspartei.PDS lädt ohne Bedenken den Hamas-Sprecher in den Reichstag nach Berlin ein und bedauert, daß ihm kein Visum erteilt wird, weil die EU die Hamas als Terrororganisation betrachtet. Es stört offenbar Die Linke von Oskar Lafontaine und Wolfgang Gehrcke nicht, daß Teile der Nazi-Ideologie wörtlich in der Hamas-Charta vorkommen«, polemisierte ZDF-Korrespondent Ulrich W. Sahm auf n-tv.

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Anlaß der Tirade ist eine zweitägige Nahostkonferenz der Linksfraktion und der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die am heutigen Freitag im Bundestag beginnt. Dabei müßte man die Initiatoren eher kritisieren, weil sie von den dominanten islamischen Widerstandsorganisationen der Region eben nur einen Vertreter, den durch den Visa-Boykott der EU verhinderten Hamas-Repräsentanten Rasi Hamad, eingeladen hatten. Gespannt dar...

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