24.10.2006 / Titel / Seite 1

Ausweitung der Kampfzone

Profitsicherung als Ziel künftiger Kriegseinsätze der Bundeswehr. Das neue Weißbuch will aber auch das Inland zum Kampfgebiet machen

Frank Brendle
»Die erste ›Verteidigungslinie‹ wird oft im Ausland liegen«: Der neue Entwurf des Weißbuchs für die Bundeswehr läßt keinen Zweifel an den Aufgaben deutscher Soldaten. Eindeutig bekennt sich das Dokument, das am Mittwoch im Kabinett besprochen wird, zur Beteiligung der Bundeswehr an den Schnellen Eingreiftruppen von ­NATO und EU. Die Bundeswehr stellt demnach ihre »Eingreifkräfte« der NATO zur Verfügung, die »weit über die Grenzen des Bündnisses hinaus« tätig werde. Die »battle groups« der Europäischen Union, an denen sich die Bundeswehr ebenfalls beteiligt, müssen nur wenig kürzer treten: Für sie ist ein Aktionsradius von 6000 Kilometer rund um Brüssel vorgesehen. Als »Zielvorgabe« bestätigt der Entwurf, gleichzeitig 14000 Bundeswehrsoldaten in fünf verschiedene Einsätze entsenden zu können.

Die zum Teil martialischen Formulierungen, die im Frühjahr im er...

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