29.09.2006 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Konjunkturmotor Krieg

Deutsche Rüstungsindustrie verdient am »Krieg gegen den Terror«. Exporte in einem Jahr um 40 Prozent gestiegen

Frank Brendle
Rüstungsexporte sind ein Erfolgsschlager: Um 40 Prozent stieg im vergangenen Jahr der Wert der ins Ausland verkauften Kriegsgüter. Betraf das 2004 noch Waffen für 1,1 Milliarden Euro, waren es 2005 schon 1,65 Milliarden. Das ergibt sich aus dem am Mittwoch veröffentlichen Rüstungsexportbericht der Bundesregierung. Der Umfang der genehmigten, aber (noch) nicht abgeschlossenen Geschäfte ist noch wesentlich höher und stieg von 3,8 Milliarden Euro auf 4,2 Milliarden. Die Hauptempfänger sind EU- und NATO-Staaten, aber auch Genehmigungen in andere Staaten wurden im Jahr 2004 großzügig erteilt. Der Anteil der Entwicklungsländer verdoppelte sich auf 911 Millionen Euro.

Verdopplung in zehn Jahren

Vor zehn Jahren noch wurden Genehmigungen in Höhe von 2,2 Milliarden Euro erteilt. Dieser Betrag hat sich seither fast verdoppelt. Daß auch in Konfliktregionen und an kriegführende Staaten geliefert wird, steht in direktem Widerspruch zu den offiziellen politischen Ri...

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