25.09.2006 / Titel / Seite 1

Ausbruch aus der Matrix

Zeit zu handeln: Auf dem Berliner Kongreß »Verschweigen. Lügen. Fälschen« wurde die zunehmende politische Manipulation durch die Medien diskutiert

Harald Neuber
Die Science-Fiction-Trilogie »Matrix« aus dem Jahr 1999 zeichnet ein düsteres Bild: Die Erde ist von den Maschinen übernommen worden. Während die Menschen in einem künstlichen Schlaf gehalten werden, gaukeln die neuen Herrscher ihnen eine virtuelle Welt vor. Daß sich das Autorenduo Andy und Larry Wachowsky dafür der Ideen des polnischen Schriftstellers Stanisaw Lem bedient hatte, ist bekannt. Doch sollte sie auch Kubas Staatschef Fidel Castro inspiriert haben?

Immerhin hatte Castro bereits 1959 vor der Macht der Manipula­tion gewarnt: »Sie haben uns mit der Lüge vermählt«, sagte der Revolutionsführer damals mit Blick auf die westlichen Medien: »Sie haben uns an die Lüge so sehr gewöhnt, daß für uns die Welt zusammenzubrechen scheint, wenn jemand die Wahrheit ausspricht.«

Die kubanische Journalistin Arleen Rodríguez leitete mit diesem Zitat am Samstag ihren Beitrag auf der Konferenz »Verschweigen. Lügen. Fälschen« ein. Das Symposium im Berliner Traditionskin...



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