13.09.2006 / Ansichten / Seite 8

Das Diktat: Zur Koalitionsregierung in Palästina

Werner Pirker
Es ist gut für die Palästinenser, daß ihre beiden wichtigsten politischen Vertretungen, die säkulare Al Fatah und die islamistische Hamas, nun zu einer Regierung der nationalen Einheit zusammenfinden. Weil bei einem Fortbestehen der Doppelherrschaft das palästinensische Volk als politisches Subjekt nicht mehr handlungsfähig gewesen wäre. Der nationale Kompromiß hat der durch ein deutliches Wählervotum zur Alleinregierung berechtigten Hamas wesentlich größere Zugeständnisse abverlangt als der das Präsidentenlager bildenden Fatah. Es hat sich allerdings gezeigt, daß die Islamisten nicht an einer Kraft vorbeiregieren können, die nach wie vor den Staatsapparat und dessen bewaffnete Organe beherrscht. Vor allem aber hat die vom »demokratischen Westen« über eine demokratisch gewählte Regierung verhängte finanzielle Blockade jegliches Regieren unmöglich gemacht. De...

Artikel-Länge: 2701 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe