04.09.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

Kriegsopfer Umwelt

Nach dem Ende der Kampfhandlungen steht der Libanon vor einem neuen Problem: der Rettung seines von einer schweren Ölpest geschädigten Ökosystems

Andrea Bistrich
Zwischen 15000 und 35000 Tonnen Schweröl sind laut Umweltexperten ungehindert in das Mittelmeer geflossen, nachdem israelische Kampfjets am 13. und 15. Juli das Kraftwerk in Dschijeh, rund 20 Kilometer südlich von Beirut bombardiert hatten. Die anhaltenden israelischen Angriffe auf den Libanon hatten bis zum Waffenstillstand am 14. August verhindert, daß das Öl beseitigt werden konnte. Mittlerweile treibt ein 150 Kilometer langer und über 30 Kilometer breiter Ölteppich nach Norden auf Zypern, die Türkei und Griechenland zu. Die libanesische Regierung spricht von der größten ökologischen Katastrophe in der Geschichte des Landes.

Meeresboden ölbedeckt

Die klebrige schwarze Masse, die sich nun schon seit mehr als sieben Wochen vor der Küste wälzt, hat bereits alles Leben unter sich erstickt. Unzählige Fische, darunter auch Bestände des für den kommerziellen libanesischen Fischfang so wichtigen Blauflossen­thunfischs sind verendet. Besonders gefährdet aber is...

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