31.08.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

»Das Drohpotential wird vervollständigt«

Die Bundesmarine wird auf Angriffsfähigkeit umgerüstet. Ein Gespräch mit Lühr Henken

Frank Brendle
Lühr Henken ist Sprecher des Bundesausschusses Friedenratschlag und Beirat der Informationsstelle Militarisierung.

Das ist das Besondere an den beiden Marineschiffen, die sich die Bundeskanzlerin heute ansehen wollte?

Das U-Boot 212 und die Fregatte »Sachsen« sind die Vorzeigestücke der Marine. Sie gehören militärtechnologisch zur Weltspitze. Das U-Boot hat einen extrem leisen Brennstoffzellenantrieb, mit dem es drei Wochen lang unter Wasser bleiben und dabei 22000 Kilometer zurücklegen kann. Die Reichweite der Torpedos wurde von 20 auf 50 Kilometer erhöht. Die »Sachsen« (Typ F124) ist die teuerste Waffe der Bundeswehr überhaupt, das Schiff kostet 730 Millionen Euro. Es hat ein topmodernes Radarsystem und eine effektive Flugkörperabwehr.

Bei den bisherigen Auslandseinsätzen waren es meist Luftwaffe und Heer, die im Zentrum der Aufmerksamkeit standen.

Der Eindruck täuscht. Die Marine kommt mit ihren knapp über 20000 Mann ganz gut weg. Auß...

Artikel-Länge: 4124 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe