22.08.2006 / Ansichten / Seite 8

Im Libanon wird Kritik an Hisbollah laut

Spiel mit dem Feuer

Rainer Rupp
Es war nur eine Frage der Zeit, bis im Libanon die alten, kurzzeitig vom Krieg verdeckten Risse zwischen der schiitischen Hisbollah und der aus Christen und Sunniten gebildeten bürgerlichen Elite des Landes wieder hervortreten würden. Während die Führungsschichten zu Recht befürchten, die auf einer Woge der Popularität schwimmende »Partei Gottes« könnte sie politisch hinwegfegen, wenn sie auf Konfrontationskurs gehen, versuchen westliche Emissäre, der UNO-Gesandte Terje Roed-Larsen eingeschlossen, die »Zedernrevolutionäre« in Beirut mit allerlei Versprechungen auf einen Anti-Hisbollah-Kurs zu drängen.

Während der prowestliche sunnitische Ministerpräsident Fuad Siniora und Parlamentssprecher Nabih Berri, ein der Hisbollah nahestehender Schiit, am Sonntag bei einer Inspektion der von Israel zerstörten Wohnviertel in Beirut noch die Einheit des Landes beschworen, warnte die Zeitung As-Safir bereits vo...

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