19.08.2006 / Titel / Seite 1

Kriegsdienst verweigert

Rüdiger Göbel
Israelischen Friedensgruppen zufolge haben in den vergangenen Wochen Hunderte Soldaten ihres Landes einen Kriegseinsatz im Libanon sowie im Gazastreifen und Westjordanland abgelehnt. Wie »Yesh Gvul« und »New Profile« melden, sind derzeit mindestens zehn Verweigerer inhaftiert. Weitere müßten mit Verfahren rechnen. Neben mehreren Fällen politischer Kriegsdienstverweigerung hätten sich viele Israelis aus medizinischen oder physischen Gründen zurückstellen lassen. Andere hätten sich unerlaubt von der Truppe entfernt oder seien ins Ausland gegangen, berichteten am Freitag die beiden Organisationen sowie die deutsche Partnergruppe »Connection«, die sich für Kriegsdienstverweigerer einsetzen. Dies widerlegt die Propagandaberichte der israelischen Armee, daß es eine hohe Motivation gegeben habe, sich für den Libanon-Krieg zu melden. Und es bestätigt einmal mehr den bekannten Satz: »Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst.«

Zu den in Israel bekanntesten Soldaten, die...

Artikel-Länge: 3408 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe