15.08.2006 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Sommer der Prekären

Italien: Prekäre Arbeitsverhältnisse unter Berlusconi und Sozialdemokrat d’Alema ausgeweitet

Toni Stengl
Im Deutschen gibt es kein spezielles Wort dafür: auf italienisch nennt man sie »precari«. Damit sind die Lohnabhängigen gemeint, die unter unsicheren Arbeits- und Lebensbedingungen ihr Dasein fristen: das Heer von Leiharbeitern, Teilzeitbeschäftigten, Mitarbeitern mit zeitlich befristeten Verträgen usw. In Deutschland gehören z.B. Werkvertragsarbeiter, meist aus Polen und maximal mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet, dazu.

Die organisierten »precari« Italiens feierten dieses Jahr in Rom den »Estate Precaria«, den Sommer der Prekären. Nach etlichen Veranstaltungen verschiedenster Art – Versammlungen, Musik, Theater und Filmaufführungen – folgte Ende Juni der Höhepunkt mit einer »Pop-parade«: Durch ganz Rom zogen singend und tanzend mindestens 3000 Menschen aus selbstorganisierten Gruppen von »precari«, gewerkschaftlichen Basisorganisationen, selbstverwalteten Jugendzentren, aus Studentenkollektiven, Migrantenvereinen und Organisationen von O...

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