09.08.2006 / Titel / Seite 1

Kliniken ohne Strom

Rüdiger Göbel
Mit Beginn der fünften Kriegswoche im Libanon schlagen mehrere UN-Organisationen Alarm. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte am Dienstag, ohne weitere Öllieferungen würden bald 60 Prozent der Krankenhäuser im Libanon nicht mehr funktionstüchtig sein. Auch andere Gesundheitseinrichtungen müßten dann ihre Arbeit einstellen. Wegen der vor allem im Süden des Landes zerstörten Infrastruktur seien Kliniken auf Diesel oder Öl angewiesen, um ihre Stromgeneratoren zu betreiben. Ohne Elektrizität funktionierten Operationstische, lebensrettende Geräte wie Brutkästen für Neugeborene nicht, und die Kühlung von Medikamenten und Wirkstoffen wie Insulin sei nicht mehr möglich.

Laut WHO neigen sich die Ölvorräte bereits ihrem Ende zu. In einem Hospital in Marjayoun im Süden des Landes werden sie voraussichtlich bis heute aufgebraucht sein. »Nach den uns vorliegenden Informationen wird die Hälfte der Krankenhäuser am Ende der Woche schließen müssen, falls sie nicht...

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