05.08.2006 / Titel / Seite 1

Vorwurf des Völkermords

Ulrich Schwemin
Beim blutigsten Luftangriff Israels seit Tagen sind am Freitag nahe der libanesischen Grenze zu Syrien mindestens 23 Menschen getötet worden. Vier Raketen schlugen in ein Kühlhaus ein, in dem Landarbeiter gerade Gemüse verluden, wie der libanesische Zivilschutz mitteilte. Es werde befürchtet, daß unter den Trümmern des Kühlhauses noch weitere Opfer verschüttet seien. Kampfflugzeuge bombardierten am Morgen auch vorwiegend von Christen bewohnte Gebiete nördlich der libanesischen Hauptstadt. Sie vernichteten vier Brücken der das Land durchziehenden Nord-Süd-Autobahn. Damit ist nach Angaben des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) auch die wichtigste Versorgungsroute für Hilfslieferungen im Libanon zerstört worden.

Die Angriffe waren die israelische Antwort auf eine Fernsehansprache des Hisbollah-Chefs vom Donnerstag abend. Darin hatte Scheich Hassan Nasrallah die Einstellung der Raketenattacken angeboten, wenn Israel seinerseits die Luftangriffe i...

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