04.08.2006 / Ausland / Seite 6

Kooperation mit Syrien

Rußland strebt seine Renaissance als Machtfaktor in Nahost an

Tomasz Konicz
Die russische Außenpolitik hat sich in den ersten drei Wochen des Krieges im Libanon auffällig zurückgehalten. Zwar forderte das russische Außenministerium nach dem Massaker in Kana die sofortige Einstellung aller Kampfhandlungen; der russische Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete am 1.August diesen israelischen Angriff auch als »unannehmbare Verletzung der Menschenrechte«. Doch im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen überließ man Frankreich die Initiative: Es sind französische Diplomaten, die vehement auf einen Waffenstillstand drängen und hierbei in offenen Konflikt mit den USA geraten.

Die offizielle Staatslinie formulierte der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Besuch des saudischen Außenministers am 27. Juli, als er gegenüber diesem Israels Recht auf ein »Leben in Sicherheit« betonte. Israelische Medien, wie die konservative Jerusalem Post, sahen hierein eine »starke Botschaft der Freundschaft«, die die guten bilateralen Beziehungen bei...

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