04.08.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

Kriegsverbrechen

Phosphor und Streubomben

Taher Abou Hamdan, Tyrus (AFP)
Bei jeder Bewegung schreit der kleine Hussein Mahdi. Überall hat er Brandwunden – auf der Brust, an den Beinen, an den Händen, auf dem Rücken, auch im Gesicht. Die Ärzte in der libanesischen Hafenstadt Tyrus sind sich sicher, daß der Neunjährige zum Opfer eines Angriffs mit Phosphorbomben wurde, als die israelische Armee die Ortschaft Nakura im Südwesten Libanons ins Visier nahm. Hussein verlangt nach seiner Mutter. »Warum brennt sie auch?«, fragt der Junge wie im Wahn zwischen den Schmerzensschreien. Niemand traut sich, ihm zu sagen, daß seine Mutter und seine elfjährige Schwester seit dem Angriff, der auch ihn traf, tot sind.

Von vielen solcher Erlebnisse berichten die Ärzte in diesen Kriegstagen. Nach einem israelischen Luftangriff hat Mohamed Salam,...

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