28.07.2006 / Ausland / Seite 6

Mißhandelt und vergessen

Kinderhilfsorganisation: zunehmende Verhaftungen palästinensischer Kinder durch Israels Armee

Andrea Bistrich
Seit die zweite Intifada gegen die israelische Besatzung Palästinas im September 2000 begann, werden jährlich rund 600 palästinensische Minderjährige verhaftet. Nach Angaben der Kinderschutzorganisation Defense for Children International (DCI) stieg ihre Zahl im Jahr 2004 auf alarmierende 750 an. Die meisten der Verhafteten sind zwischen zwölf und 14 Jahre alt.

Gewöhnlich wird Anklage erhoben, weil die Kinder und Jugendlichen Steine oder Molotowcocktails auf israelische Militärfahrzeuge geworfen haben. Mitunter werden sie auch beschuldigt, einer illegalen Organisation anzugehören, mit ihr zu sympathisieren oder Waffen geschmuggelt zu haben. Die meisten Minderjährigen werden an den Checkpoints oder im Zuge der nächtlichen Massenverhaftungen festgesetzt. Bei den Verhören haben sie in der Regel keinen Zugang zu einem Anwalt. Das hat Folgen: Beleidigungen und Erniedrigungen sind an der Tagesordnung, aber auch sexuelle Mißhandlung und Folter kommen ...

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