24.07.2006 / Ausland / Seite 3

Israels Strategiekorrektur

Internationale Gemeinschaft soll Geschäft des Aggressors besorgen

Rainer Rupp
Israel wird seine Libanon-Offensive so lange nicht beenden, bis Hisbollah nicht wenigstens 30 Kilometer nach Norden, jenseits des Litani-Flusses, zurückgedrängt« wurde, erklärte noch Anfang letzter Woche ein hochrangiger israelischer Generalstabsoffizier. Gemeinsam mit der Hisbollah soll auch die gesamte schiitische Bevölkerung in dem betreffenden Gebiet aus ihren Dörfern vertrieben werden, damit die Guerillatruppe im Südlibanon nicht länger wie ein Fisch im Wasser operieren kann. Ursprünglich sollten die ethnischen »Säuberungen« der Region nach einer Periode intensiver Luftangriffe und schweren Artilleriefeuers mit einer Großoffensive durch israelische Bodentruppen vollendet werden. Nach den verlustreichen Vorstößen israelischer Kommandoeinheiten ist die angekündigte Großoffensive mit Bodentruppen jetzt in Frage gestellt. Dadurch kommt Israel mit dem Zeitplan für die bereits vor einem Jahr ausgearbeitete Strategie zur Zerschlagung der Hisbollah und zur V...

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