22.07.2006 / Ansichten / Seite 8

Grünen-Vorschläge zu Nahost

Keine andere Wahl

Jürgen Elsässer
Wer gedacht hatte, mit dem Abgang Joseph Fischers wäre der olivgrünen Kriegstreiberei der Kopf abhanden gekommen, hat sich zu früh gefreut. Zwar wird uns wohl erspart bleiben, ihn in der Rolle des Peacekeepers in Beirut einreiten zu sehen, wie es sein alter Putzkolonnen-Freund Daniel Cohn-Bendit vorgeschlagen hatte. Aber es gibt genügend Diadochen in der einstigen Friedenspartei, die Geschmack an der militärischen Durchsetzung der Menschenrechte gefunden haben, wie viele Menschenleben das auch kosten möge.
Ein Mann, der sich zu Höherem berufen fühlt, ist der Chef der grün-nahen Heinrich-Böll-Stiftung, Ralf Fücks. »Israel blieb nach der Entführung der zwei Wehrpflichtigen ... keine andere Wahl, als massiv gegen die Bastionen der Hisbollah im Libanon vorzugehen«, stellt er in einem Essay vom Donnerstag fest. Die Bombardierung von Wohnquarti...

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