17.07.2006 / Ansichten / Seite 8

Flucht nach vorn: Israel brüskiert seine Verbündeten

Werner Pirker
Zu welchen Gewaltmaßnahmen Israel zur »Regelung« seiner Beziehungen zur arabischen Umwelt auch immer greift: Von den USA werden sie als Akte »legitimer Selbstverteidigung« entschuldigt. Auch zum israelischen Angriff auf den Libanon fiel US-Präsident George W. Bush auf dem G-8-Gipfel in St. Petersburg nichts anderes ein, als Israel »alles Recht, sich zu verteidigen«, zuzugestehen. Die Rechtfertigung israelischer Aggressionen ist zu einer unerschütterlichen Doktrin der US-Außenpolitik geworden. Auch wenn dabei die eigenen Interessen unangenehm berührt werden.

Da ist es dem westlichen Nahost-Befriedungskomitee gerade erst gelungen, Syrien aus dem Libanon zu verdrängen, einen Regimewechsel zu erzwingen und das Land aus der arabischen Widerstandsfront herauszubrechen. Und nun reagiert Israel auf eine Militäraktion der Hisbollah mit einem Frontalangriff auf ...

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