14.07.2006 / Ansichten / Seite 8

Israel greift Zivilisten an

Terror und Krieg

Werner Pirker
Israel betrachtet nach den Worten von Premier Ehud Olmert seine von der libanesischen Hisbollah entführten Soldaten als »Kriegsgefangene«, nicht als »Terroropfer« wie den in Gaza von einem palästinensischen Kommando gefangengenommenen Soldaten Galid Schalit. Das ist eine bemerkenswerte Unterscheidung. Das eine – die Entführung bzw. Gefangennahme eines Besatzungssoldaten durch Widerstandskämpfer – hat als Terrorakt zu gelten. Und im »Kampf gegen den Terror« kennt Israel bekanntlich keine Gnade. Das andere – die Entführung bzw. Gefangennahme von zwei israelischen Militärangehörigen durch schiitische Milizionäre – wird zum Kriegsakt erhoben. Daraus leitet die israelische Führung die Berechtigung ab, das Land, von dem diese Aktion ausging, flächendeckend mit Krieg zu überziehen. Und wenn Israel Krieg führt, kennt es erst recht keine Gnade.

Das seltsame ...

Artikel-Länge: 2670 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe