01.07.2006 / Ansichten / Seite 2

»Familien haben bald kein Wasser mehr«

Einmarsch der israelischen Truppen in den Gazastreifen trifft bislang vor allem die Zivilisten. Ein Gespräch mit Mohammad Omer

Harald Neuber
* Mohammad Omer arbeitet als Pressefotograf in Rafah im Süden des Gazastreifens. Seine Bilder werden unter anderem in Norwegen und Großbritannien veröffentlicht.

Die andauernde Offensive der israelischen Armee hat am Mittwoch begonnen. Sie leben und arbeiten in Rafah, an der Grenze zu Ägypten. Wie ist die Situation zur Zeit?

Die Menschen hier sind sehr angespannt. Der Vormarsch ist jetzt, am Freitag nachmittag, zwar gestoppt. Es gehen aber alle davon aus, daß die israelischen Truppen weiter nach Gaza vordringen werden. Während ich am Telefon zu Ihnen spreche, kreisen am Himmel über Gaza Kampfhubschrauber und F-16-Jets. Sie nehmen immer neue Ziele unter Beschuß. Hätten Sie zehn Minuten früher angerufen, hätten Sie noch den Lärm der Explosionen hören können. Gerade sind Krankenwagen auf dem Weg in das betroffene Gebiet.

Was bedeuten die Angriffe für die Zivilbevölkerung?

Die humanitäre Krise ist im gesamten Gazastreifen akut. Zu Beginn der O...

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