20.04.2006 / Ausland / Seite 7

Illegal in Ostjerusalem

Von palästinensischen Schwierigkeiten, in besetzten Gebieten seßhaft zu werden

Fawzia Sheikh (IPS), Jerusalem
Das Haus von Zal Abu Dahuk steht nicht mehr. Das israelische Militär hat es einreißen lassen, vor Monaten schon. Der Grund: Abu Dahuk besitzt keine offizielle Baugenehmigung. Lediglich ein Zelt dürfe er aufstellen, hieß es. Sechs israelische Soldaten beobachten ihn seitdem. Sie sollen sicherstellen, daß er nicht wieder baut. Dennoch: versteckt unter einer Zeltplane hat der 45jährige ein neues Haus errichtet, aus Holz mit Metalldach. Dort lebt er jetzt, gemeinsam mit seinen drei Frauen und 17 Kindern.

Abu Dahuk, geboren in Ostjerusalem, gehört der Minderheit der Jahalin an. Rund 138 000 Mitglieder dieser Beduinen-Ethnie leben in der israelischen Negev-Wüste und den palästinensischen Gebieten. Durch die Besetzung wurden die meisten der Nomaden gezwungen, seßhaft zu werden, viele von ihnen siedeln nach offiziellen Maßstäben illegal. Immer wieder werden ihre Häuser vom israelischen Militär abgerissen. Abu Dahuk hat das bereits dreimal in neun Jahre...

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