28.03.2006 / Ausland / Seite 7

Landraub mit Ansage

Wahlen in Israel. Kadima-Partei geht mit dem Plan einer neuen Grenze auf Kosten palästinensischen Territoriums auf Stimmenfang.

Rainer Rupp
Einen Tag vor den Parlamentswahlen am heutigen Dienstag war in Israel die von Ariel Scharon gegründete und vom amtierenden Ministerprädsidenten Ehud Olmert geführte Kadima-Partei in Wahlumfragen weiter abgerutscht, von 40 Mandaten letzte Woche auf lediglich 34 bis 36. Damit hat Kadima zwar weiterhin einen komfortablen Vorsprung vor allen anderen Parteien aber zugleich entfernt sie sich immer weiter von der zum Regieren erforderlichen Mehrheit von 61 Plätzen in der 120 Sitze zählenden Knesset. Die Arbeitspartei von Amir Perez lag bei 18 bis 19 Sitzen und die rechtskonservative »Israel Beitenu« – die Partei der russischen Emigranten – kam überraschend auf 15 Sitze.

Für Likud, Olmerts und Scharons alte politische Heimat, zeichnet sich ein Wahldesaster ab. Hatte Likud vor der Abspaltung der Kadima noch über 38 Sitze verfügt, so ist sie laut Umfragen auf 14 bis 15 Mandat...

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