02.02.2006 / Kultur & Medien / Seite 14

Aus Leserbriefen an die Redaktion

»Kritik an Israel wird bekanntlich gern mit Antisemitismus vermengt – und zwar absichtlich«


Ursache und Wirkung

Zu jW vom 30. Januar: »Tanz den Adolf Hitler«

Ich gebe zu, beim Lesen der Rezension Bittermanns hin und her gerissen gewesen zu sein. Es schimmert allzu deutlich hindurch, daß das Widerstandsrecht der Palästinenser gegenüber der imperialen Machtpolitik Israels nicht akzeptiert wird. Kritik an Israel wird bekanntlich gern mit Antisemitismus vermengt – und zwar absichtlich. Die Position Bittermanns erinnert an die Verteidigungsversuche der Nazis, die »Strafaktionen« gegen die sowjetische Bevölkerung seien deshalb zulässig gewesen, weil Partisanen kein Recht gehabt hätten, ihre Heimat gegen den Aggressor Nazideutschland mit allen Mitteln zu verteidigen. Um nicht mißverstanden zu werden: Ich bedauere das Blutvergießen auf beiden Seiten ausdrücklich. Aber dennoch darf man Ursache und Wirkung nicht außer Betracht lassen. Und offensichtlich ist die Unterdrückungspraxis Israels gegenüber der palästinensischen Bev...

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