23.01.2006 / Ausland / Seite 8

Abgeschrieben

Erklärung des Friedenspreisträgers Reuven Moskovitz (Israel) zum Auschwitz-Gedenktag

* Der 2003 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnete israelische Historiker Reuven Moskovitz erklärt zum Auschwitz-Gedenktag am 27. Januar:

Ich bin Jude und Israeli, der die Hölle der Verfolgung überlebt hat. Ich habe in diesem Leben gelernt: Wenn man Feindschaft und Haß ausrotten will, kann man das nicht mit Gewalt und Rache, sondern nur mit Verzeihen und Liebe erreichen.

Als Bürger Israels versuche ich schon fast mein ganzes Leben lang, zu Frieden und Versöhnung aufzurufen. Aber die führenden israelischen Politiker verfolgen seit der Staatsgründung einen anderen Weg, den der Gewalt und der herzlosen Unterdrückung unseres palästinensischen Nachbarvolkes. Daß dies ihre Schlußfolgerung ist aus dem Vorsatz, selber nicht noch einmal Verfolgung erleben zu müssen, bedeutet nicht, daß sie die einzig richtige ist und daß es erlaubt ist, Auschwitz, die schrecklichste Untat der menschlichen Geschichte, in den Dienst dieser Politik zu stellen.

Auschwit...





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