21.01.2006 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Wir waren vom Rest der Welt völlig isoliert«

Gespräch mit Abd al-Jabbar al-Kubaysi. Über Isolationshaft, Folter und Hunger im US-Militärlager »Camp Cropper« bei Bagdad, Perspektiven des irakischen Widerstands gegen die Besatzungstruppen und notwendige Voraussetzungen für ein Ende der Okkupation

Kulu al-Arab
Abd al-Jabbar al-Kubaysi ist Vorsitzender der Irakischen Patriotischen Allianz (IPA). Er war am 3. September 2004 im Irak verschleppt worden. Lange Zeit war über seinen Verbleib nichts bekannt. Ende Dezember 2005 wurde al-Kubaysi nach 16 Monaten Gefangenschaft von den US-Besatzungstruppen freigelassen. Das Interview wurde erstmals am 28. Dezember 2005 von der Internetplattform Al-Basra.net publiziert. Die Übersetzung besorgte die Antiimperialistische Koordination in Wien.



Sie sind Ende Dezember aus US-Militärhaft entlassen worden. Erzählen Sie uns zunächst über Ihre Zeit der Gefangenschaft.

Ich wurde 16 Monate im Gefängnis am International Airport Bagdad gefangengehalten. Dort ist das Camp Cropper, das auch der größte Stützpunkt der Amerikaner im Irak ist. In der ersten Zeit zeigten mir die Amerikaner, die mich verhörten, Dossiers, von denen sie behaupteten, daß sie Informationen über mich seit 1960 enthielten. Die mehr oder weniger ständig stattfin...


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