11.01.2006 / Titel / Seite 1

Mützen auf und durch

Mainzer Nahverkehrsunternehmen ordert Ein-Euro-Jobber als »Mobilitätshelfer« und zwingt sie zum Tragen einer gelben Kopfbedeckung. Sozialforum fordert Festanstellung

Hans-Gerd Öfinger

Gegen den Einsatz von ALG-II-Empfängern bei der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) protestierten am Dienstag Aktivisten des Mainzer Sozialforums vor dem MVG-Verkehrscenter am Hauptbahnhof der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Am Wochenende hatte die Lokalpresse gemeldet, daß die MVG als Betreiber von Straßenbahnen und Bussen ab sofort in ihrem Liniennetz vor allem an Knotenpunkten in der Innenstadt »Mobilitätspersonal« einsetzen wolle. Diese freundlichen Helfer sollen, so die MVG, als Ein Euro-Jobber vor allem älteren und behinderten Kunden, Fahrgästen mit Kinderwagen, Koffern oder schweren Taschen mehr Service bieten und auch für kleinere Anfragen zur Verfügung stehen.

Andreas Geiger, Sprecher des örtlichen Sozialforums und Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen e.V. (BAG-SHI), kritisierte die Pläne scharf. In der Tatsache, daß die neuen Servicekräfte der MVG auch noch eine gelbe Mütze und ein Namenss...

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