16.12.2005 / Ansichten / Seite 8

Der Sündenbock

US-Kriegsdrohungen gegen Iran

Werner Pirker

George W. Bush fühlt sich in seinem politischen Geographieverständnis bestätigt. Der Iran, sagte er auf die israelfeindlichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad bezug nehmend, sei ein Staat auf der »Achse des Bösen«. Eines dieser Länder, den Irak, haben die USA bereits um seine Existenz als souveräner Staat gebracht. Bleiben noch Nordkorea und der Iran.

Ahmadinedschad hat in einer Rede den faschistischen Massenmord an den europäischen Juden in Zweifel gezogen. Er bezeichnete ihn als »Mythos«, der zur Rechtfertigung der staatlichen jüdischen Existenz in Nahost herangezogen werde. Das iranische Staatsoberhaupt scheint wenig Ahnung von europäischer Geschichte zu haben und schon gar keine von der Leidensgeschichte der Juden in Europa, deren grausamstes Kapitel in deutschen Vernichtungslagern geschrieben wurde. Die Shoa ist keine zionistisch...

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