12.11.2005 / Ausland / Seite 6

Peretz ist nicht Peres

Israel und die sozialdemokratische Arbeitspartei nach der Abwahl ihres Vorsitzenden. Austritt aus der Großen-Koalitions-Regierung angekündigt

Uri Avnery

Der neue Vorsitzende der israelischen Arbeitspartei heißt Amir Peretz. In innerparteilichen Wahlen kam der Gewerkschaftsführer und marokkanische Einwanderer nach Auszählung aller Stimmen auf mehr als 42 Prozent gegenüber knapp 40 Prozent für den bisherigen, 82jährigen Amtsinhaber Schimon Peres. Der 54jährige Peretz kündigte an, er wolle die Partei nach links führen und wahrscheinlich schon an diesem Wochenende über die Fortsetzung der großen Koalition mit dem Likud-Block entscheiden. Dabei legte sich Peretz bereits am Donnerstag fest, als er den »Rückzug« aus der Regierung ankündigte. Kommentatoren rechnen mit einem politischen Umbruch.

Einer der Hauptvorzüge ist der letzte Buchstabe seines Namens im Hebräischen: Pest nicht Peres. Es wird gesagt, daß die Laborpartei in einem Zustand der Stagnation sei. Das ist ein Understatement. Sie ist in einem fortgeschrittenen Zustand der Auflösung. Seit fast fünf Jahren befindet sie sich in Geiselhaft...

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