11.10.2005 / Ausland / Seite 6

Krebskranke ohne Hoffnung

Gesundheitsversorgung für Palästinenser nach Israels Abzug aus dem Gazastreifen erschwert. Mauer am Westjordanland verhindert Behandlung

Adel Zaanoun, Gaza

Israels Abzug aus dem Gazastreifen ist für die Palästinenserin Maha Abu Schanab kein Grund zum Jubeln. Denn die 25jährige Mutter zweier Kinder, die im Flüchtlingslager Nusseirat lebt, leidet an Krebs. Ein Tumor wuchert an ihrer Schilddrüse und muß wegoperiert werden. Der Rückzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen hat den dringend erforderlichen Eingriff jedoch in weite Ferne gerückt. Von nun an brauchen Palästinenser eine Genehmigung Israels, um sich in israelischen Krankenhäusern behandeln zu lassen. Abu Schanab, deren Mann als Intifada-Kämpfer ums Leben kam, erhielt aber trotz des Beistands palästinensischer Organisationen nicht die Erlaubnis, ins Krankenhaus Tal Haschomer zurückzukehren, wo sie vor dem Abzug in Behandlung gewesen war.

So ergeht es auch vielen anderen Krebskranken im Gazastreifen. Das palästinensische Gesundheitssystem bietet nicht die Möglichkeiten, sie angemessen zu behandeln – und der Zugang zur gesundheitlich...

Artikel-Länge: 3086 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe