15.09.2005 / Inland / Seite 3

Folgen einer antikommunistischen Allianz

CDU und CSU wettern gegen neue und alte Linksregierungen in Lateinamerika. Nach einem Wahlsieg würden sie diese aktiv bekämpfen

Harald Neuber

»Wir müssen auf den Machtwechsel in Kuba vorbereitet sein«, sagt Arnold Vaatz. Der eher unbekannte CDU-Bundestagsabgeordnete aus Sachsen gehört zu den schärfsten Gegnern der sozialistischen Regierung Kubas. Noch im März dieses Jahres brachte sich Vaatz in die Medien, indem er seine Ausweisung aus Kuba provozierte. Unter dem Vorwand, seinen Urlaub auf der Insel verbringen zu wollen, war er mit einem Touristenvisum nach Havanna gereist. Kaum angekommen, traf er mit Regierungsgegnern zusammen und kündigte seine Teilnahme an einem Treffen von teils gewaltbereiten rechten Aktivisten an. Obgleich diese bewußte Provokation bei den anderen Parteien in Deutschland auf Kritik stieß, hatte Vaatz sein Ziel erreicht: Die Ausweisung sorgte landesweit für Schlagzeilen – und bot den Auftakt für eine Kampagne der Union gegen die sozialistische Regierung Kubas. Diese fand Anfang August mit einer Konferenz der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin ihre Fortsetzung. I...

Artikel-Länge: 3937 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe