31.08.2005 / Ausland / Seite 7

Das schmutzige Wasser bleibt

Der Abzug der Siedler aus dem Gazastreifen entspannt Trinkwassersituation nicht. Zugesagte Lieferungen aus Israel bleiben aus

Amira Hass

Am Vorabend der Evakuierung der Siedlungen aus dem Gazastreifen kamen unter den Palästinensern zwei Vermutungen auf, die mit den Wasserressourcen in dem Gebiet zusammenhängen. Die erste: Grund für Ariel Scharons Entscheidung, das Gebiet zu verlassen, könnte die Tatsache sein, daß der Vorrat an Trinkwasser, das fast nur von den Siedlern konsumiert wurde, zu Ende geht. Die zweite: Wenn erst einmal die Siedler gehen, dann ist das palästinensische Wasserproblem gelöst. Diese Vermutungen zirkulierten von einem Stadtteil zum anderen, schließlich waren sie in den Augen vieler zur Wahrheit geworden. Und es ist schwer, besonders gegen die zweite, die »positive« Behauptung, zu argumentieren.

Insgesamt 90 Prozent des Wassers, das von den Küsten in den Gazastreifen kommt, ist nicht trinkbar. Dabei geht es nicht um den brackigen Geschmack und die trübe Farbe. Vielmehr ist es verschmutztes, kontaminiertes Wasser, das die Gesundheit gefährdet.

Die Erklärung da...



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