18.08.2005 / Titel / Seite 1

Israel besetzt weiter

Premier Scharon läßt jüdische Siedlungen im Gazastreifen zwangsweise räumen und kündigt zugleich neue gewalttätige Landnahmen im palästinensischen Westjordanland an

Gerd Schumann

In den frühen Morgenstunden des Mittwochs begann die zwangsweise Räumung jüdischer Siedlungen im Gazastreifen. Binnen 48 Stunden, so Israels Regierungsberater Eval Giladi, sei es möglich, die drei großen Befestigungsblöcke mit insgesamt 21 Dörfern »zu evakuieren«. Während des ganzen Tages feierten einige tausend der insgesamt 1,5 Millionen palästinensischen Gazastreifen-Bewohner in Sichtweite der israelischen Militäraktion den für sie historischen Vorgang. Durch ihn wird eine 38jährige völkerrechtswidrige Besetzung ihres Landes beendet. Indes machte Israels Ministerpräsident Ariel Scharon das eigentliche Ziel seiner Gaza-Politik deutlich: Die anhaltende Unterwerfung des Westjordanlandes.

Der 77jährige Exgeneral, der Israel seit 2001 regiert, sagte am Mittwoch nach einem Treffen mit Präsident Mosche Katzav, daß die Westbank-Besiedlung »fortgesetzt und ausgebaut« wird. Zur Befestigung und Erweiterung der derzeit von rund 400000 israelischen ...

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