08.08.2005 / Feuilleton / Seite 12

Ein großes Problem

Tom Segev erzählt Geschichten von Juden und Arabern vor der Staatsgründung Israels

Walter Hanser

Der israelische Historiker und Journalist Tom Segev ist dafür bekannt, komplizierte historische Sachverhalte in einer besonders leicht verständlichen Art und Weise zu bearbeiten. 1995 erschien auf deutsch sein Buch »Die siebte Million«, in dem er die gleichgültige bis instrumentelle Reaktion des Mainstream-Zionismus gegenüber den jüdischen Opfern der Nazi-Vernichtungspolitik nachzeichnete. In seinem neuen Buch »Es war einmal ein Palästina« widmet sich Segev der Vorgeschichte der Staatswerdung Israels. Wie bereits andere Historiker arbeitet er heraus, daß die Balfour-Erklärung von 1917 durch die britische Mandatsmacht ein großes Problem nach sich zog: Sie versprach den Juden eine Heimstätte in Palästina in der Annahme, dieses Versprechen mit den Interessen der am Ort ansässigen Araber vereinbaren zu können. Segev schildert diese durchaus absehbare politische Tragödie: »Von Anfang an blieben also nur zwei Möglichkeiten: Entweder besiegen die Araber die Zio...

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