22.07.2005 / Ausland / Seite 7

Palästinas Arbeiter ausgesperrt

Katastrophale Erwerbslosigkeit in Folge von Gazastreifen-Räumung und Ummauerung des Westjordanlandes

Assaf Adiv

Die Zahl palästinensischer Arbeiter, die Israel auf sein Territorium läßt, blieb trotz einer relativen Waffenruhe der vergangenen Monate weiterhin gering. Angaben des Finanzministeriums in Tel Aviv zufolge verfügen heute rund 10000 Menschen eine Arbeitserlaubnis. Weiteren etwa 20000 gelingt es, sich an den Checkpoints vorbeizuschmuggeln. Dies schätzte jüngst Atef Saad, Herausgeber von The Labor Voice und Medienberater der PGFTU (Palästinensischer Dachverband der Gewerkschaften).

Grundsätzlich scheint es so, als wolle Israel die Räumung des Gazastreifens sowie die Ummauerung des Westjordanlandes nutzen, um sich seiner Verantwortung für das Schicksal der palästinensischen Arbeiter zu entledigen. Im Juni 2005 faßte dazu die Regierung Ariel Scharons zwei wichtige Beschlüsse. Als Sofortmaßnahme wurde das Industriegebiet Erez, in dem 4500 Palästinenser aus Gaza gearbeitet haben, geschlossen. Diese fanden sich plötzlich ohne Erwerbsquelle wieder...

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