19.07.2005 / Ausland / Seite 2

Siedlermarsch gegen Gazaabzug

20000 Polizisten und Soldaten in Bereitschaft. Hamas bekennt sich zu Waffenruhe gegenüber Israel

Israel hat am Montag Tausende Polizisten und Soldaten in Bereitschaft versetzt, um eine Großdemonstration gegen den Abzug aus dem Gazastreifen zu stoppen. Bereits Stunden vor Beginn des vermutlich größten Protestzuges gegen die Umsiedelung hielt die Polizei Busse mit Demonstranten in ihren Heimatorten auf, wie Medien berichteten. Die Organisatoren rechneten mit Zehntausenden Teilnehmern, die trotz eines polizeilichen Verbots zu den illegalen Siedlungen im Gazastreifen marschieren wollten.

Straßensperren von Polizei und Armee sollten große Demonstrantengruppen an der Fahrt in die südisraelische Stadt Netiwot hindern, wo ein dreitägiger Marsch zum Siedlungsblock Gush Katif im Gazastreifen beginnen sollte. »Die Kundgebung ist illegal«, sagte Polizeisprecherin Carla Oz. Die Demonstranten wollten den Frieden stören, deswegen würden sie gestoppt. Die Sicherheitskräfte sollten die Demonstranten vor allem von der Grenze zum Gazastreifen fernhalten...

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