12.07.2005 / Ausland / Seite 7

Erfundenes Trauma

Die Räumung des Gazastreifens durch Israel soll Scharon den Vorwand liefern, die Siedlungspolitik fortzusetzen

Roni Ben Efrat

Israel ist entschlossen, seine Siedlungen im Gazastreifen Mitte August zu räumen. Bis vor kurzem haben die rechten Widersacher des Loslösungsplans noch Erfolge verzeichnet. Von Februar bis Anfang Juni sank die Zahl der Unterstützer des Plans von 64 Prozent auf 53. Drei Wochen später hatte sich der Trend umgekehrt: Die Zustimmung war wieder auf 62 Prozent gestiegen.

Folgendes war geschehen: Eine Clique junger Anhänger Kahanes (des Gründers der rassistischen Kach-Partei) war von illegalen Siedlungsvorposten in der Westbank nach Gaza hinabgestiegen und hatte sich in einem verlassenen Hotel eingerichtet. Dort hielten sie sich ungestört einen Monat lang auf und verfaßten obszöne Graffities über Mohammed, um die benachbarten Araber zu provozieren. Wie sie sagten, waren sie entschlossen, bis zur Rücknahme des Loslösungsplans oder ihren Tod in Gaza zu bleiben. Beobachter befürchteten einen Bürgerkrieg.

Bewußte Zuspitzung

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