25.05.2005 / Ausland / Seite 6

Eine dritte Runde der Intifada?

Auch nach israelischem Rückzug aus palästinensischen Gebieten bleibt Konflikt bestehen

Roni Ben Efrat

Nach der Zustimmung der Knesset zum israelischen Rückzugsplan aus dem Gaza-Streifen bereiten sich beide Seiten auf große Veränderungen vor. Der israelische Premierminister Ariel Scharon wappnet sich für eine Konfrontation mit Zehntausenden rechtsgerichteter Siedlern. Palästinenserpräsident Abu Mazen (Mahmoud Abbas) stellt sich mit der Vorbereitung von Reformen nicht nur gegen die Hamas, sondern auch gegen die machthungrige jüngere Generation innerhalb seiner eigenen Fatah. Gleichwohl ist nicht klar, was eigentlich vorbereitet wird.

Scharons Verhalten läßt nichts Gutes hoffen. Bei seinem jüngsten Besuch auf der Ranch des US-Präsidenten hat er nur geklagt: Abu Mazen halte seine Versprechen und zerstöre »die Infrastruktur des Terrorismus« nicht, er versuche es nicht einmal. Scharon erklärte, daß die großen Siedlungsblöcke in der Westbank in jeder künftigen Vereinbarung in israelischen Händen bleiben würden, »mit allen damit einhergehenden Konsequenzen« (l...

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