Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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30.04.2005 / 0 / Seite 9 (Beilage)

Berlin-Kreuzberg: Wenn zwei sich streiten ...

Veranstalter einer »Revolutionären 1.-Mai-Demo« fahren schweres Geschütz gegen ein »Bürgerfest« auf, das ihre Marschroute durch den Kiez SO 36 blockierte. Randale ist programmiert

Andreas Siegmund-Schulze

Es scheint, als hätten sich die üblichen Verdächtigen in Berlin des 1. Mai diesmal eher halbherzig angenommen. Die Veranstalter zweier »Revolutionärer 1.-Mai-Demonstrationen« – im vergangenen Jahr, »Kritik und Praxis Berlin« (KP Berlin) und »Antifaschistische Linke Berlin« (ALB), sowie viele weitere Gruppen aus dem Antifaspektrum der Stadt – gönnen sich 2005 eine Auszeit. Noch 2004 kamen 6000 Teilnehmer zu den turbulenten abendlichen Demonstrationen. Damit ist diesmal nicht zu rechnen. Die Antifaschisten begründen ihren Rückzug mit umfangreichen Vorbereitungen für den Tag der Befreiung. Am 8. Mai könnte sich der größte Aufmarsch von Jung- und Altnazis seit 1945 durch Berlin bewegen, so die Befürchtungen.

Die Veranstalter der traditonellen 13-Uhr-Demonstration im Bezirk Berlin-Kreuzberg lassen hingegen von ihrem Aufzug nicht ab. Deren »revolutionäre« Demonstration startet, wie gewohnt, um 13 Uhr auf dem ...

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