23.04.2005 / Inland / Seite 8

»Klargestellt«. Alles klar?

Ein jW-Interview bereitet Kopfzerbrechen: Le Monde Diplomatique sei »anderer Meinung«

Die Redaktion der deutschsprachigen Ausgabe von Le Monde Diplomatique (LMD) im Hause taz fühlt sich ungerecht behandelt. Anlaß ist ein jW-Interview, in dem sich die ATTAC-Aktivistin Marie-Dominique Vernhes am 8. April darüber beschwerte, daß die deutsche LMD-Ausgabe gegenüber dem französischen Original eklatante Veränderungen aufweist. Ein Textvergleich beider Ausgaben belege, daß die deutsche Übersetzung häufig proamerikanisch und proisraelisch manipuliert wird. Noch bevor das Interview geführt wurde, hatte sich der verantwortliche jW-Redakteur davon überzeugt, daß Frau Vernhes Vorwürfe plausibel sind.

Offenbar hat das Interview der LMD Kopfzerbrechen bereitet – gleich am Tag danach klingelte bei der jW das Telefon. Unser Angebot, in einem zweiten Interview die Gegenposition darzustellen, wurde abgelehnt. Die Frage, was an den Aussagen von Frau Vernhes falsch sei, wurde damit beantwortet, LMD sei »anderer Meinung«.

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