21.04.2005 / Ausland / Seite 7

»Der Job geht an die Christen«

Die neue Regierung Libanons hat nur eine Aufgabe: Wahl eines US-treuen Präsidenten vorzubereiten und durchzuführen

Jürgen Cain Külbel

Der Millionär und Geschäftsmann Najib Mikati, Libanons frischgebackener und konservativer Ministerpräsident, funktioniert wie geschmiert. Am Freitag vergangener Woche beorderte ihn Staatspräsident Emile Lahoud ins Amt; die »prowestliche« Opposition hatte nach sechswöchiger Nörgelei endlich Einwilligung zu politischer Kooperation und Bildung einer Übergangsregierung der »nationalen Einheit« signalisiert. Libanon war seit dem Mord an Expremier Rafik Hariri am 14. Februar ohne handlungsfähige Staatsmacht.

Am Dienstag präsentierte Mikati nun sein aus 14 Politikern und Geschäftsleuten bestehendes Rumpfkabinett, das eigentlich nur eine »zwingende« Sache abzuwickeln hat, ehe es wieder in der Versenkung verschwindet: Dem seit Wochen stereotyp wiederholten Postulat der Bush-Administration zu entsprechen, die...

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