11.04.2005 / Inland / Seite 4

Erinnerung an »Staatsfeinde« des Naziregimes

Berliner Kolloquium stellt die Weichen für einen Gedenkort für homosexuelle Opfer des Faschismus

Hans Daniel

In den Jahren der faschistischen Herrschaft in Deutschland galten homosexuelle Männer und Frauen als »entartet«, als »Volksschädlinge«, die gegen das »gesunde Volksempfinden« verstießen, also »ausgemerzt« werden müßten, geradeso, »wie wir Brennesseln ausziehen, auf einen Haufen werfen und verbrennen«. Heinrich Himmler, der Chef der verbrecherischen SS, hatte diese barbarische Formel geprägt. Die systematische Verfolgungsjagd »war ein bedeutsamer Bestandteil staatlicher Bevölkerungspolitik« des Regimes und »ragt auch im internationalen Vergleich als außergewöhnliches Staatsverbrechen heraus«. Der Historiker Andreas Pretzel von der Berliner Magnus-Hi...

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